Gaia

Ein unbekannter Künstler – ein über lange Zeit im Wald zeltender älterer Herr, wie uns erzählt wurde – gestaltete uns unwissentlich die Kulisse für ein Waldmärchen.
Aus einer meterhohen Wurzel im Schatten der Bäume wächst Gaia, das Leben, und fünf Meter hinter ihr der Berufsverkehr und ein Stromaggregat. An einem Freitag Abend im Plänterwald.
Danke an Susi.

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Großstadtlichter

Der Potsdamer Platz in ewigem Gebrüll
Vergletschert alle hallenden Lawinen
Der Straßentakte: Trams auf Eisenschienen
Automobile und den Menschenmüll.

Die Menschen rinnen über den Asphalt,
Ameisenemsig, wie Eidechsen flink.
Stirne und Hände, von Gedanken blink,
schwimmen wie Sonnenlicht durch dunklen Wald.

Nachtregen hüllt den Platz in eine Höhle,
Wo Fledermäuse, weiß, mit Flügeln schlagen
Und lila Quallen liegen – bunte Öle;

Die mehren sich, zerschnitten von den Wagen.-
Aufspritzt Berlin, des Tages glitzernd Nest,
Vom Rauch der Nacht wie Eiter einer Pest.

Paul Boldt, Auf der Terrasse des Café Josty

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